Bewegungstherapie für neurologische Behandlungen: Expertenrat
Denise Vallery Preuß · 6. Juli 2025 · 2 Min. Lesezeit

Bewegungstherapie ist ein wichtiger Baustein in der Rehabilitation neurologischer Erkrankungen. Ob nach einem Schlaganfall, bei Parkinson oder Multipler Sklerose – gezielte Bewegung kann helfen, Fähigkeiten zurückzugewinnen und die Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten.
Was ist Bewegungstherapie?
Bewegungstherapie nutzt gezielte Übungen, um Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und Koordination zu verbessern. Sie findet einzeln oder in kleinen Gruppen statt und reicht von einfachen Bewegungsabläufen bis zu komplexen, alltagsnahen Aufgaben.
Was sie bewirken kann
- mehr Mobilität und Sicherheit beim Gehen und Greifen
- Linderung von Schmerzen und Verspannungen
- mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität
- ein besseres psychisches Wohlbefinden
Fünf Tipps aus der Praxis
- Individuell anpassen: Übungen sollten zu Ihrem aktuellen Stand passen – nicht zu leicht, nicht zu schwer.
- Regelmäßig üben: Kurze, tägliche Einheiten wirken oft mehr als seltenes, langes Training.
- Abwechslung schaffen: Eine Kombination aus Kraft-, Gleichgewichts- und Ausdauerübungen spricht verschiedene Fähigkeiten an.
- Geduld haben: Fortschritte brauchen Zeit. Auch kleine Schritte sind Erfolge.
- Fachlich begleiten lassen: Eine therapeutische Anleitung sorgt dafür, dass Sie sicher und wirksam üben.
Beispiele für Übungen
- Dehnübungen für mehr Beweglichkeit
- Gleichgewichtsübungen, etwa das Stehen auf einem Bein mit Halt
- Kräftigungsübungen mit leichten Gewichten oder Therapiebändern
- Ausdauertraining wie Gehen oder Radfahren auf dem Ergometer
Bitte beginnen Sie neue Übungen immer nach Absprache mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Therapeutin.
Die Rolle der Angehörigen
Angehörige sind eine wichtige Stütze. Ermutigung, gemeinsame Aktivitäten und Anerkennung für kleine Erfolge stärken die Motivation spürbar.
Wenn es schwerfällt
Schmerzen, fehlende Motivation oder die Angst vor Stürzen sind häufige Hürden. Gemeinsam finden wir Wege, damit umzugehen – mit angepassten Übungen, realistischen Zielen und einem sicheren Rahmen.
Fazit
Bewegung ist ein Motor für das Gehirn. Mit der richtigen Begleitung kann sie neurologische Rehabilitation wirksam unterstützen und neue Zuversicht schenken.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.

